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Schwitzende Hände in Arbeitshandschuhen? 5 bewährte Tipps, wie Sie vorbeugen

Sie kennen das. Sie ziehen die Handschuhe an, machen sich an die Arbeit, und nach zwanzig Minuten fühlt es sich an, als steckten Ihre Hände in einem Plastiksackerl. Die Haut atmet nicht, die Finger rutschen im eigenen Schweiß, und der Komfort ist gleich null. Schlimmer noch: Nasse Handschuhe sind nicht nur lästig – sie sind ein Sicherheitsrisiko.

Übermäßiges Schwitzen der Hände bei der Arbeit ist eines der häufigsten Probleme mit Arbeitshandschuhen, die uns hierzulande begegnen. Viele lösen es auf die denkbar schlechteste Weise: Sie ziehen die Handschuhe aus. Damit setzen sie sich jedoch dem Risiko von Verletzungen, Abschürfungen oder Verätzungen aus.

Schwitzen ist natürlich, aber in den Griff zu bekommen

Schwitzen ist ein natürlicher Kühlprozess des Körpers, doch in der geschlossenen Umgebung eines Arbeitshandschuhs wird es zum Problem. Feuchtigkeit weicht die Haut auf (Mazeration), wodurch sie anfälliger für Verletzungen und Blasen wird. Zudem ist ein feuchtes Milieu ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze.

Die gute Nachricht: Die Materialtechnologie hat enorme Fortschritte gemacht. Der „Sauna-Effekt“ muss kein notwendiges Übel mehr sein. Wir haben für Sie 5 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Hände trocken und sicher halten.

Das Material ist das A und O

Wenn Sie die billigsten vollbeschichteten Handschuhe aus dem Supermarkt verwenden, ist Schwitzen unvermeidlich. Diese Handschuhe sind oft in dickes, luftdichtes Latex oder Nitril getaucht, das zwar kein Wasser, aber eben auch keinen Dampf durchlässt.

Die Lösung für die meisten Montage- und Hantierungsarbeiten sind beschichtete Handschuhe mit einer Beschichtung aus PU, Nitril oder Latex.

Was sind beschichtete Handschuhe?

Stellen Sie sich vor, ein Handschuh hat zwei Seiten. Die eine – beständig gegen verschiedene Stoffe, undurchlässig, rutschfest – einfach die ideale Kombination für die Handarbeit. Die andere ist textil, atmungsaktiv und bequem – eine perfekte Ergänzung für lange Arbeitstage. Genau so sehen beschichtete Handschuhe aus – eine widerstandsfähige Schicht aus Gummimaterial an der Handfläche und ein atmungsaktiver, bequemer und anpassungsfähiger Stoff auf der gegenüberliegenden Seite.

Unterschätzen Sie die richtige Größe nicht

Es mag banal klingen, doch die falsche Größe ist ein häufiger Grund für übermäßiges Schwitzen.

  • Zu enge Handschuhe: Sie behindern die Durchblutung und drücken das Material direkt auf die Poren, wodurch keine Luft zirkulieren kann. Die Hand beginnt sofort zu überhitzen.
  • Zu weite Handschuhe: Sie bilden Lufttaschen, die von der Körperwärme aufgeheizt werden und wie ein Isolator wirken – ähnlich wie eine Thermoskanne.

Der richtige Arbeitshandschuh sollte wie eine „zweite Haut“ sitzen. Zwischen Fingerspitzen und Handschuh sollte kein Spalt sein, der Stoff an der Handfläche sollte beim Öffnen der Hand aber auch nicht bis zum Zerreißen gespannt sein.

Die Taktik mit zwei Paaren und Baumwoll-Unterziehhandschuhen

Sie arbeiten unter extremen Bedingungen oder müssen vollständig luftdichte Chemikalien- oder Gummihandschuhe tragen? Die Physik lässt sich hier nicht überlisten – eine luftdichte Barriere leitet Schweiß einfach nicht ab. Genau dann kommt die Strategie der Absorption ins Spiel.

In solchen Fällen empfehlen wir textile Baumwoll-Arbeitshandschuhe. Baumwolle nimmt Schweiß auf und trennt die Haut vom synthetischen Material des äußeren Handschuhs. Das beugt Hautreizungen und Ekzemen vor.

Wenn Sie eine ganze Schicht arbeiten, halten Sie zwei Paar Ihrer Haupt-Arbeitshandschuhe bereit. Tauschen Sie in der Mittagspause das verschwitzte Paar gegen ein trockenes und lassen Sie das erste an einem trockenen Ort auslüften (nicht auf dem Heizkörper, damit das Material nicht rissig wird). Das Wechseln der Handschuhe verbessert nicht nur die Hygiene, sondern verlängert auch ihre Lebensdauer.

Hygiene und Handpflege

Hand aufs Herz – wann haben Sie Ihre Arbeitshandschuhe zuletzt gewaschen? Salz aus dem Schweiß und Fett verstopfen die Poren atmungsaktiver Materialien. Ist ein Handschuh mit Erde verklebt, hört er auf zu atmen.

Die meisten Textil- und beschichteten Handschuhe lassen sich schonend in lauwarmem Wasser mit milder Seife waschen. Verwenden Sie nach der Arbeit eine regenerierende Handcreme. Paradoxerweise neigt trockene Haut unter Belastung dazu, stärker zu schwitzen und rissig zu werden.

Schwitzende Hände bei der Arbeit sind nicht nur eine Frage des Komforts, sondern Ihrer Gesundheit und eines sicheren Griffs. Sie müssen nicht in „Plastikfolie“ leiden. Die Lösung liegt in der Kombination aus dem richtigen Material, der richtigen Größe und regelmäßigem Wechseln.

Sie suchen Handschuhe, in denen Ihre Haut endlich atmen kann? Sehen Sie sich unsere Kategorie Arbeitshandschuhe oder spezielle Modelle je nach Schwierigkeit oder Art der Arbeit an.

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